Konstanze Feindt Eißner

Statement X:

Kunst ist für mich ein Übersetzungsversuch von psychischen und gesellschaftlichen Zuständen aus einem inneren Zwang heraus mittels nonverbaler Sprache - der Bildhauerei und der Zeichnung oder Malerei. 

Themen der Balance zwischen Leben, Lust und Leere, auch Lebenseinsamkeit finden sich in meinen Arbeiten wie auch das Spiegeln des Einzelnen in Gesellschaft u. Gemeinschaft. Glück, und Genuss als andere Seite des Daseins beschäftigen mich, der Mensch also mit seinen Widersprüchen und Facetten. Weniger wichtig erscheint mir, ob die Figuren feminin oder maskulin erscheinen. 

Beim "Bildhauen"  sehe ich einen rohen Stein, nähere mich ihm langsam an, manchmal über Wochen, entdecke eine Form oder Figur und beginne dann ohne Vorzeichnung mit der Arbeit. Die Figur entsteht als Prozess, in dem vieles zusammenfließt und Aktuelles einwirkt. Anfangs ist offen, was genau daraus entsteht. Ich lasse mich während der Arbeit treiben und vom Stein selbst und meinem „Innenleben“ beeinflussen.

Die Zeichnung lässt mehr Spontanität, auch mehr Impulsivität zu. Manche Blätter entstehen wie im Rausch, auch tagebuchhaft, andere, vor allem in der Malerei, wachsen langsam  über Wochen, Monate, gehen in unzähligen Schichten und Varianten ein neues Leben ein.

2014

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